Emanzipation kontra germanisches Frauenbild!

Von emanzipatorischen Einflüssen bleibt wohl derzeit keine Gesellschaftsschicht verschont. Bereits im ausklingenden 19 Jahrhundert begründet, nahm diese Bewegung in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts erst richtig Fahrt auf und ist heute schon alltagsbestimmend. Wohin man schaut, überall stößt man auf allerlei Veränderungen, meist nicht mit normalem Verstand nachvollziehbarer Art, die die seit Jahrtausenden natürlich gewachsenen Lebensabläufe zwischen Frauen und Männerwelt ad Absurdum führen und gänzlich lebensfremd sind.

 

Doch um die gesamte Problematik richtig erfassen zu können, muss man tiefe Ursachenforschung betreiben.

Wie für sämtliche Bereiche des kulturellen, religiösen und familiären Lebens, brachte der mit Feuer und Schwert durchgesetzte Einzug des Christentums in Nordeuropa, auch für die Rolle der Frau in der Gesellschaft eine negative Wende mit sich.

Schauen wir uns hierzu einmal die Stellung der germanischen Frau, in vorchristlicher Zeit an.

Im Alltag hatten Frauen die entscheidende wirtschaftliche und soziale Stellung. Sie organisierten den landwirtschaftlichen Betrieb, leiteten die Ausübung der Handwerke, befehligten und überwachten die Knechte und Mägde, erzogen die Kinder, sorgten für Wohlergehen aller Familienmitglieder, bewirteten die Gäste uvm.

Ihren Ehemännern gegenüber verhielten sie sich frei und gleichberechtigt. So konnten sie rügen oder schelten, konnten sie auffordern, Beleidigungen zu rächen, konnten ihnen von Kriegszügen abraten oder ihnen Feigheit vorwerfen und sie zum Handeln auffordern.

Die „Vormundschaft“ des Ehemannes bezog sich eigentlich nur auf formell-rechtliche und politische Handlungen, die mit anderen Männern durchgeführt werden mußten, wie z.B. Vertragsabschlüsse oder die Teilnahme an der Volksversammlung und ähnliches.

Auch bei den Nordgermanen, den Wikingern finden wir ähnlich geprägte Frauenrollen.

Die alleinige Herrscherin im Haushalt war die Wikingerfrau. Sie sorgte für das leibliche Wohl von Gästen ( Gastfreundschaft stand bei den Wikingern im Gegensatz zu heute an erster Stelle und war ein Gast in Lebensgefahr so hatte der Gastgeber mit seinem Leben für den Gast einzustehen) hatte die Hausherrin zu sorgen. Sie richtete die große Allzweckhalle nach ihrem Gutdünken ein und hielt diese sauber.

Der größte Teil ihrer Pflichten bestand im Verrichten der täglichen Arbeit auf dem Hof, wo man sie an dem Symbol ihrer Amtsgewalt erkannte: einem Bund mit Schlüsseln, der an ihrem Gürtel hing. Es waren Schlüssel für das Haupthaus, die Ställe, die Scheunen, die Vorratslager und dem jeweiligen Badehaus oder Dampfbad, dass je nach Wohlstand einer Familie auf dem Hof eingerichtet war.Wikingerfrauen hatten das Recht eigenes Land zu besitzen und übernahmen auch häufig die Verwaltung von Land und Hof, wenn ihre Männer wegen Handelsreisen oder Raubzügen den Hof für längere Zeit verließen.

Mancher Runenstein kündet vom praktischen Geschick der Frauen.

Mit der Christianisierung endet die Wikingerzeit, aber auch die herausragende Stellung der Frauen. Sie sind die Verlierer der Christianisierung, müssen sich unterordnen und treten zurück in die zweite Reihe. In der vermeintlich Männer dominierten Wikingerzeit hatten sie eine bessere und mächtigere Position als unter den neuen christlichen Verhältnissen.

Kriegerinnen werden häufig in den Sagas wie Hervarar-Saga und in der Gesta Danorum erwähnt. Schildmaiden erscheinen auch in den Geschichten anderer germanischer Nationen – Goten, Kimbern und Markomannen – und waren die Vorbilder für die Walküren.

Anhand des Nibelungenliedes lässt sich auch sehr deutlich der Abstieg der allgemeinen Stellung der Frau in der germanischen Gesellschaft, durch die Christianisierung nachvollziehen.

Brünhild, eine mythologische Figur aus dem nordischen Sagenkreis trägt im Nibelungenlied als Walküre und Tochter Wotans, wesentlich zur Entwicklung der Handlung bis zu Siegfrieds Tod bei, welcher einen prägnanten Scheidepunkt zwischen altem und neuem Glauben darstellt. Siegfried wird als letzter germanischer Krieger, nach alten Glaubensvorstellungen mit seinen Waffen aufgebahrt und verbrannt.

Brünhild verschwindet dann bis auf zwei kleinere Erwähnungen gänzlich aus dem Epos. Erst in der Klage, die eine Art Fortsetzung des Nibelungenliedes darstellt, tritt sie wieder auf, als man ihr den Tod Gunthers meldet. Ihre Figur wird immer mehr in einen höfischen Kontext gedrängt, man könnte sogar sagen, sie wurde innerhalb desselben gezähmt. In der Klage ist nichts mehr von der Wildheit einer kriegerischen Königin zu spüren. Hat sie doch auch mit dem Verlust ihres Runengürtels an Siegfried und dem Vollzug der Ehe mit Gunther, den Verbund zu den alten Göttern verloren und ist defakto auf diese Weise christianisiert worden.

Was hat all dies aber nun mit dem heutigen Begriff der Emanzipation zu tun? Auf den ersten Blick mag es doch erscheinen, die Frauen der vorchristlichen Zeit wären emanzipiert gewesen und das Christentum hätte diese frühe Art der „Gleichberechtigung“ zu Gunsten des Mannes abgeschafft.

Doch hätte es in der Neuzeit niemals eine Frauenbewegung geben müssen, die sämtlichen Naturgesetzen zuwieder handelt.

Das Christentum machte die Unterdrückung und Erniedrigung der Frau salonfähig. Alles weibliche wurde zum Sinnbild für satanische Verderbtheit und Unreinheit. Den Gipfel dieses Frauenhasses erreichte man in den Zeiten der Hexenverbrennungen, als man zu tausenden, überwiegend Frauen auf den Scheiterhaufen verbrannte. In nicht wenigen Fällen traf dieser tödliche Fanatismus Frauen, die noch ihre alten germanischen Traditionen, durch das Nutzen überlieferten Wissens, sei es in der Kräuterheilkunde oder im ausüben alten Brauchtums pflegten.

Weder das Extrem der absoluten Unterdrückung und Abwertung aller Frauen, welches jede monotheistische Religion , sei es Christentum, Islam oder der hebräische Glaube dogmatisch propagiert und ausübt, noch der ebenso dogmatische und religionsähnliche Emanzipationsgedanke, haben irgendetwas mit der natürlichen Rollenverteilung zu tun, die sich in der urgermanischen Gesellschaft bewährt hat.

Die Basis einer jeden funktionierenden Gesellschaft, ist die kleinste Keimzelle des Zusammenlebens, die Familie. Jede Hochkultur ist nachweislich an der Auflösung gewachsener Familienstrukturen gescheitert. Am besten ist dies wohl am Beispiel des antiken römischen Reiches fest zu machen. Der familiäre Zusammenhalt zerbrach an Dekadenz und Verfall von Sitte und moralischen Werteverständnissen, das Reich ging unter.

Schlussendlich bleibt zu sagen, die Rollenverteilung die die Natur uns vorgibt, bei der Mann und Frau ergänzend, gemeinsam und auf ein klares Ziel hin arbeiten, schlägt jeden Trend, jede abstruse Religionsvorstellung und jedes artfremde Dogma.

 

Wer aus der Vergangenheit nichts lernt und ignorant auf christlichen Traditionen beharrt, wer eine Rückbesinnung auf uralte Traditionen mit Emanzipation verwechselt, der mag gerne Moslem werden und als nächsten Schritt, seiner Partnerin vollends die Würde und Selbstbestimmung nehmen, in dem er sie verschleiert und wegsperrt.

Wir stellen dem Ungeist der heutigen Frauenbewegungen eine Weltanschauung entgegen, welche wirklich respektvoll ist und unsere Frauen als gleichberechtigt an unserer Seite anerkennt und diese Gleichberechtigung nicht nur vorgaukelt, um im Zuge wirtschaftlicher Interessen noch mehr Arbeitssklaven zu schaffen und die Ausbeutung der freien Völker perfekt zu machen.