Herbstlicher Kulturausflug in der Pfalz!

Diesmal in kleinerer Besetzung, dafür aber für eine ganze Woche schlugen wir Montag zur Mittagszeit erneut unser Quartier im Fuchsbau auf.
Wir möchten dem geneigten Beobachter unserer Seite, gerne ein paar Einblicke in die Höhepunkte dieser ereignisreichen Woche geben.
Der Montag startete für uns nach freudiger Begrüßung, ruhig und entspannt mit einer schon zur Tradition gewordenen Wanderung zu unserem Eichenzögling am Fuße des Edenkobener Friedensdenkmals.

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Wetterbedingt verlegten wir den ersten Ausflug auf Mittwoch. Bei warmer Herbstsonne machten wir uns auf den Weg nach Landau um die Innenstadt und die Festungsanlagen zu besichtigen. Landau wird zum Teil von einem Grüngürtel mit darin befindlichen Fortanlagen aus kaiserlicher Zeit umschlossen.

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Bismarckturm in Landau (Pfalz)

Ein besinnlicher Ort um Ruhe zu finden und sich gedanklich in andere Zeiten zu versetzen. Besonders sehenswert ist hier auch der Bismarck-Turm, welcher trutzig die Moderne überdauert und von altem Stolz und Standhaftigkeit kündet. Zum Abschluss des Ausfluges suchten wir die Heldengräber auf dem Landauer Hauptfriedhof auf um den Gefallenen der großen Kriege unseren Respekt zu erweisen.

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Donnerstag stand der Trifels auf dem Programm. Die Höhenburg auf dem 494 m ü. NHN hohen Sonnenberg steht auf einem dreifach gespaltenen Buntsandsteinfelsen, der 145 m lang, 40 m breit und 50 m hoch ist. Von dieser steinernen Basis stammt auch der Name der Burg, der „dreifacher Fels“ bedeutet. Der Trifels spielt eine teilweise herausragende Rolle in der Geschichte der Adelsgeschlechter der Salier, der Staufer, der Wittelsbacher und des Hauses Pfalz-Zweibrücken, das eine Seitenlinie der Wittelsbacher darstellte. Auf dem wieder aufgebauten Trifels können die Nachbildungen der Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches besichtigt werden.11216846_174824599522994_3817813275921724128_n

Während der Stauferzeit im 12. und 13. Jahrhundert war die Reichsburg für anderthalb Jahrhunderte Mittelpunkt historischer Ereignisse. Das größte Interesse neben den Reichskleinodien weckt noch heute die Gefangenschaft des englischen Königs Richard Löwenherz. Auf der Burg angekommen, genossen wir die atemberaubende Aussicht und ließen die historische Atmosphäre auf uns wirken.

 

Man kann sagen das der Trifels ein wirklich imposanter, ja sagenhafter Ort ist, an dem jedem bewusst werden muss, wie viel Verantwortung sich aus unserer Geschichte und unserem Ahnenerbe ergibt.
Am Freitag tauchten wir einmal tief in pfälzische Kultur ein und besuchten das örtliche Weinfest, wobei gesagt werden muss, dass wir auf ein solches „Volksfest“ auch getrost hätten verzichten können. Allerdings versüßte uns der Geburtstagskuchen anlässlich des Wiegenfestes einer unserer Schwestern dann doch noch den Tag.

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Samstag stand dann wieder voll im Zeichen wahrer kultureller Bereicherung.Wir suchten zuerst ein Ehrenmal auf um wiederum der Opferbereitschaft vorangegangener Generationen zu gedenken.
Danach ging es weiter in die Domstadt Speyer. Wir parkten an der Gedächtniskirche ab, ein herrlicher Gothikbau welcher in den Jahren 1893 bis 1904 zur Erinnerung an die im Jahre 1529 auf dem Reichstag zu Speyer erfolgte Protestation zu Speyer errichtet wurde.

12042676_178964619107002_2524113651917274481_nGedächtniskirche Speyer

Eigentlich hatten wir nur geplant ein paar Bilder von der Außenfassade zu machen, doch der örtliche Dekan nötigte uns fast schon zu einer privaten Führung durch die Kirche. Wir waren schon ein wenig überrascht über die freundliche und historisch höchst informative Vorstellung, die uns da trotz unseres offensichtlichen Äußeren geboten wurde. Natürlich bedanken wir uns an dieser Stelle recht herzlich bei all den fleißigen Kirchensteuerzahlern, die uns dieses für uns einmalige Erlebnis möglich gemacht haben, wir bleiben allerdings dennoch unseren Göttern treu.
Von den katholischen Kollegen im Speyerer Kaiserdom (1025 im romanischen Stil von den Saliern erbaut) hatten wir allerdings nichts zu erwarten als die gewohnte Berufsbetroffenheit und Kopfschütteln. So konnten wir also beruhigt wieder die Heimreise antreten.

12038127_179293492407448_5448572538712424707_nKaiserdom Speyer  (rechts)

Der sonntägliche Abreisetag kam wieder viel zu schnell, doch blicken wir auf eine schöne Zeit, voller herzlicher Kameradschaft, Zusammenhalt und wahrer Brüderlichkeit zurück. Solche Erinnerungen, Erlebnisse und vor allem solche Brüder und Freunde sind in heutigen Zeiten wahrlich unbezahlbar.