Festivalbericht „Eternal Hate Fest“ 2016 in Neuern/Nyrsko

ehf_flyer_thumbEs gibt Festivals die bleiben einem lange in Erinnerung, die einen musikalisch, die anderen atmosphärisch. Das Eternal Hate Fest 2016 wusste jedoch beides zu verbinden, Musik und absolut idyllisches, fast schon familiäres Auftreten.

 

 

 

 

 

Nyrsko/Neuern, ein kleiner verschlafener Ort dicht hinter der deutsch / tschechischen Grenze. Ein kleines grünes Fleckchen an einem Skilifthang mit Freilichtbühne sollte der diesjährige Austragungsort des EHF werden, gesagt getan!

Leider nur in Kleinstbesetzung, jedoch in Begleitung zweier BMG nahestehenden Freunde machten wir uns am Sonnabend Morgen auf in die knapp 2 Stunden entfernte Provinz Tschechiens. Zumindest von München aus eine durchaus entspannte und zugleich zeitlich kurz gefasste Fahrt durch den bayerischen Wald.

Gegen Mittag erreichten wir, nach etlichen falschen Abbiegungen den Parkplatz, auf dem wir von den bereits anwesenden Besuchern sehr eindeutig und zugleich traditionsbewusst empfangen wurden. Viele bekannte Gesichter, die man von vorangegangenen Konzerten oder eben aus anderen sozialen Netzwerken her kannte, sorgten für ein von Beginn an gutes Gefühl.

 

PKW geparkt, Zelt aufgebaut begab man sich auf Nahrungssuche und wurde schlussendlich auf dem arealeigenen Imbiss fündig. Sowohl die Essens,- als auch die Getränkepreise waren beinahe zu gut um wahr zu sein. Umgerechnet etwas über einen Euro sollte das Bier kosten und das Wasser sowie andere alkoholfreie Getränke sogar deutlich darunter, sorgten für zusätzliche positive Gesamteindrücke.

Um pünktlich 14 Uhr standen Armillaria auf der Bühne, gefolgt von Poprava, Kraake, Agaroth, Söjaruun, Urt, Permafrost, Sekhmet, Ad Hominem und zu guter Letzt Arkona aus Polen.

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Wir möchten diesmal gar nicht so explizit auf jede musikalische Leistung der einzelnen Bands eingehen, da im Prinzip alle ein grundsolides Programm ablieferten. Persönliches Highlight sollten natürlich Permafrost, Ad Hominem und Arkona werden, auch hier lieferten alle beste musikalische Leistung ab, ohne Kompromisse!

Permafrost fielen, vielleicht für den ein oder anderen negativ, jedoch durch ihre provokante Bühnenshow besonders aus dem Rahmen. Ob es nun Nackensteaks waren, die in die Menge flogen, kurzzeitig der Mikrofonständer oder auch mal eine Bierflasche, die Meinungen darüber gingen wohl doch weit auseinander. Sehr amüsant jedoch war die Reaktion einiger Gäste, die das Fleisch prompt zurück warfen und einer es sogar schaffte einen Bühnenstrahler zu treffen, an dem das Fleisch schlussendlich kleben blieb und vor sich hin brutzelte.

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Ad Hominem waren wohl für alle anwesenden das Highlight, so dass aufgrund der anfänglichen Verspätung noch zwei Bonuslieder den Weg in unsere Gehörgänge fanden.

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Arkona zum Schluss waren noch einmal das I-Tüpfelchen. Musikalisch einfach erstklassig, lieferten sie einen krönenden Abschluss, wie man es wohl von Arkona nur gewohnt sein kann.

Sichtlich zufrieden und ein stück weit wehmütig neigte sich der Abend in gemütlicher Runde auch schon dem Ende und man begab sich in die Zelte oder Fahrzeuge um ein paar Stunden Schlaf zu ergattern.

Am Sonntagmorgen stand die Heimreise auf dem Programm, ließ man jedoch vorher den erlebten Tag noch einmal revue passieren. Wir kamen einstimmig zu dem Ergebnis, dass dies wohl auch unser persönliches Festivalhighlight des Jahres war.

Sicherlich hat auch das Lineup dazu beigetragen, aber vor allem die wirklich gute Atmosphäre, die gleichermaßen aus Besuchern, Musik und Örtlichkeit perfekt harmonierte. Ein engeres und verbundeneres Festival ist uns bis zu diesem Tag noch nicht unter gekommen und kann jedem nur wärmstens empfohlen werden!

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Fazit: Ein absolutes Muss und für uns ist sicher, nächstes Jahr erneut!