Im Gespräch mit Carpathian Wolves!

12747958_491348241045021_7666312686574295015_oVor einiger Zeit schrieb uns Schlagzeuger „Ulvre“ an und machte auf sich und seine Band „Carpathian Wolves“ aufmerksam. Schon die ersten Zeilen, die man miteinander wechselte schienen vielversprechend und weckten unser Interesse. Nach einigen Hörproben war klar, wir wollen die Truppe rund um „Ulvre“ und Carpathian Wolves“ näher kennen lernen und unterstützen.

Um Euch ein Bild zu machen, nahmen wir uns die Zeit und baten „Ulvre“ zum Gespräch!


B.M.G:

Grüß Dich Ulvre, gleich zu Beginn möchten wir Dir für Deine Zeit und die Informationen die Du uns hoffentlich geben kannst bedanken und ohne große Umschweife gleich mal zum Wesentlichen kommen! Erzähl uns und unseren Lesern doch einfach mal, wie es zur Entstehung von „Carpathian Wolves“ gekommen ist, wie Ihr Euch gefunden habt und welche Intension dahinter stand, eine BM-Kapelle zu gründen?

Ulvre:

Erst einmal bedanke ich mich, dass ihr euch die Zeit genommen habt mit uns dieses Interview zu machen.
Ich spielte vorher schon in anderen Bands, alles hatte angefangen 2008 mit der Band Skallagrim, ich glaub wir haben ca. 2 Jahre jeden Sonnenabend geprobt, aber bis auf 1 Demo welches nur an Freunde verschenkt wurde haben wir wenig erreicht. Das einzige was mich in den 2 Jahren weiter gebracht hat war der Kontakt zu Chaos von Ad Arma wo ich dann das Schlagzeug für das Völkermord Album und später für die Split mit Purbawisesa eingespielt habe.
Skallagrim wurde wurde aufgelöst und bei Ad Arma richte ich mich nach Chaos (hoffe er hat bald noch mal Zeit)
Von 2010-2011 spielte ich Schlagzeug bei Cult of Nihil, wir brachten ein Demo Tape raus aber lösten uns wegen unterschiedlichen Interessen auf. Nun warum die ganze Vorgeschichte? Über den Sänger von CoN lernte ich meinen jetzigen Sänger/Gitarristen Fenrir kennen. Er mochte die gleichen Bands, ist sehr stark am Germanentum, Heidentum und Keltentum interessiert. Was bei uns die Frage über welche Themen wir schreiben überflüssig machte. Seit 2012 haben wir zu zweit an Carpathian Wolves gearbeitet allerdings immer wieder mal zur Probe einen Bassisten oder zweiten Gitarristen gehabt, welche es zwar musikalisch drauf hatten aber einfach nicht zu uns passten.
Bis dann 2015 Varis mit seinem Bass zu uns kam. Fenrir als auch ich kennen ihn schon seit über 12 Jahren und nun sind wir fest als Band vereint und unsere Proben laufen so gut wie jedes Mal reibungslos ab.
Zu der Frage warum es eine BM-Kapelle geworden ist… Nunja bis auf ein paar wenige Bands ist Thrash nichts für uns, im Death Metal kann man zwar musikalisch zeigen was man drauf hat aber wirklich Hass oder andere Gefühle drin verarbeiten kann man nicht, außer man ist Metzger… Wie soll man das erklären, Fenrir fängt mit einem Riff an dann spiele ich nach Gefühl dazu und wenn dann dadurch Black Metal entsteht haben wir doch alles richtig gemacht!

Ulvre - Schlagzeug
Ulvre – Schlagzeug

B.M.G:

Musikalisch würden wir Euch ja im klassischen BM ansiedeln, wie empfindet Ihr selbst was Ihr da zurecht zimmert und vor allem, was versucht Ihr dem Hörer zu vermitteln?

Ulvre:

Ich denke unsere Kompositionen und unsere Spielweise sind mit dem klassischen kalten klang des Norwegischen Black Metal zu vergleichen. Textlich wollen wir mehr den Geist der Rückbesinnung zur vorchristlichen Zeit Europas vermitteln!
B.M.G:

Wir hatten ja die Gelegenheit, uns in Mitteldeutschland auf einem Konzert näher kennen zu lernen, wie stehst Du, beziehungsweise Ihr zu kleineren oder auch größeren Veranstaltungen, welche bevorzugt Ihr privat oder auch bei Auftritten?

Ulvre:

Lässt sich so pauschal nicht beantworten, nur dass ich privat lieber auf kleinere und Familiär gehaltene Konzerte gehe, am liebsten so wie in Mitteldeutschland mit Privater Einladung!
Wenn wir selber einen Auftritt haben, können es auch gern mehrere Besucher sein. Vollidioten kann man ja immer noch rausschmeißen.

Varis - Bass
Varis – Bass

B.M.G:

Carpathian Wolves existieren ja bereits seit 2012, abgesehen von der Demo „Seuche Christ“ 2015 gab es wohl noch 2 kleinere Veröffentlichungen, viel zu finden gibt es darüber leider nichts, also erzähl mal?!

Ulvre:

Gegründet haben wir uns 2012 und die 2 CDr Veröffentlichungen haben wir selber raus gebracht. Von unserer ersten Demo gibt es 50 Exemplare und von der Zweiten habe ich immer wieder mal welche auf Konzerten verteilt.
B.M.G:

Carpathian Wolves sind ja bei Hammerbund unter Vertrag, wie zufrieden seid ihr mit dem Label und wie kam diese Zusammenarbeit zustande?

Ulvre:

Die Zusammenarbeit kam über W. Dietrich von Stahlfront zustande. Ab da an ging alles sehr schnell und unkompliziert und dank des Coverdesigners haben wir auch sehr schnell ein passendes Artwork bekommen. An der Stelle noch mal ein
großes Dankeschön an Hammerbund!

B.M.G:

Die Frage stellen wir besonders gerne und wir sind uns sicher, Ihr bekommt sie auch nicht selten zu hören: Wie seht Ihr die aktuelle Lage der BM-“Szene“ in Deutschland? Ihre Entwicklung, die Distanzierungen etwaiger Bands und Einzelpersonen, generell – Eure Ansicht bitte!

Ulvre:

Man könnte jetzt so einiges sagen oder erzählen, aber im Großen und Ganzen scheißen wir auf die Szene, welche meiner Meinung nach auch gar nicht mehr so existiert!

B.M.G:

Die „Szene“ befindet sich in einem Wandel, welcher unserer Meinung nach teilweise in völlig abstruse Richtungen abdriftet, wie wollt Ihr oder Du als Einzelperson diesem Vorgang entgegenwirken?

Ulvre:

Was kann man da schon großartig machen? Klar, sich nicht zumüllen lassen von Medien und anderen Gutmenschen. Vielleicht so wie die Antifa es gerne bei unseren Kreisen macht, mal eine linke Veranstaltung boykottieren. In Rhoden hat es ja sogar geklappt ohne das man viel machen musste. #Endstufe aftershow
B.M.G:

Nehmen wir einmal an, ihr hättet die Möglichkeit auf einem etwas „bekannterem/größerem“ Festival oder Konzert zu spielen, jedoch müsstet ihr Euch vorab von so einigen Dingen distanzieren, käme das für Euch überhaupt in Frage?

Ulvre:

Dann lieber weiterhin auf kleinen Gigs spielen, wo man dank Spritgeld auf einen Gewinn von +/-Null kommt!

Fenrir - Gesang
Fenrir – Gesang

B.M.G:

Vertretet Ihr als Truppe eine einheitliche „Weltansicht“ / Ideologie oder ist das eher weniger von Bedeutung?
Ulvre:

Wir wollen uns gegen die Monotheistische Verunreinigung wenden und zu unseren Wurzeln zurückkehren. Und welche Weltanschauung oder Ideologie wir im Einzelnen haben, geht ja keinen was an!
B.M.G:

Du hast bereits kurz angeschnitten um was es Euch thematisch geht, in welche Richtung soll sich Carpathian Wolves weiter entwickeln oder habt ihr bereits Euer endgültiges Konzept gefunden?
Ulvre:

Ich denke für Carpathian Wolves haben wir unser Konzept, welche Einflüsse die Zukunft noch bringen werden weis man noch nicht. Ich für meinen Teil suche allerdings noch nach einem politischen Nebenprojekt, welches Musikalisch aber in die gleiche Richtung geht.
B.M.G:

Auf welche Veröffentlichungen dürfen sich Eure Hörer und wir in der nächsten Zeit freuen, oder bleibt das vorerst unter Verschluss?
Ulvre:

Wir arbeiten zur Zeit an unseren ersten Album, welches wir diesmal abmischen lassen.
Wenn alles läuft bringen wir es ende 2017 raus.

B.M.G:

Zum Abschluss noch eine spezielle Frage unsererseits, wenn Ihr die Möglichkeit hättet Einfluss auf die „Szene“ zu haben, welchen Wunsch bzw. welche Nachricht würdet Ihr dieser übermitteln?
Ulvre:

Da wir drei doch eher unterschiedliche Lebensstile haben kann ich da nur von meinem „Wunsch“ reden.
Ich fände es richtig gut wenn sich unsere Szene von den restlichen Metal Genres mehr distanzieren. Das man auf seine körperliche Fitness achtet in dem man Kampf,- oder Kraftsport macht, den Alkohol – und Zigarettenkonsum runter schraubt oder es ganz sein lässt. Das man durch ein gepflegtes Äußeres auch als Elite auftreten kann, weil besoffen in einer Ecke liegen, dass kann ich auch auf Zeckenveranstaltungen haben!
B.M.G:

Wir danken Dir für deine Zeit und überlassen Dir natürlich das letzte Wort, auf geht’s!
Ulvre:
Ich hab zu danken und hoffe Euch bald wieder anzutreffen!