Black Metal und der Islam – Grenzen überschreiten!

Black Metal, die härteste und kontroverseste Spielform im übergeordneten Genre „Metal“. Seit jeher ist diese Musik sowohl Sprachrohr für antireligiöse Themenbereiche als auch für den Erhalt einer europäischen Leitkultur in Form von Idendität und Ahnenglaube, wobei hier klar erwähnt werden muss das die judeo-christlichen Glaubensrichtungen nicht dazu gezählt werden. So lehnt man textlich als auch grafisch vermeintlich die gesamten monotheistischen Strukturen ab und spricht sich klar gegen Weltreligionen aus. Letztlich wird allerdings in 90 Prozent der Fällen nur das Christentum als kategorisches Feindbild klassifiziert.

Zuerst muss jedem Schwarzmetall-Hörer eines bewusst sein: Sämtliche abrahamitische Religionen unterscheiden sich nur in Feinheiten voneinander. Das Grundprinzip ist in allen Religionen das Selbe. Gott, Regeln, Gebote und Strafen, sollte man sich an erwähnte Grundlagen nicht halten. Über Jahrhunderte hinweg hat sich insbesondere in Europa das Christentum durchgesetzt, während das Judentum und auch der Islam nur einen kleinen prozentualen Anteil ausmachten.

Seit der Jahrtausendwende verliert das Christentum in westlich-kapitalistischen Gefilden mehr und mehr an Bedeutung. Kirchen verzeichnen einen starken Mitgliederschwund und auch die jüngere Generation ist nur schwer für Jesus Christus und die Bibel zu begeistern. Zusätzlich verleugnet sich die einst so klar definierte Kirche mittlerweile selbst. Gott könnte plötzlich auch eine Frau sein, vielleicht sogar schwarz und besitzt obendrein noch  76 Geschlechter, alle gleichzeitig wohlgemerkt. Als Krönung wird der einst verhasste Islam, den man vor einigen Jahrhunderten noch mit Krieg zu Leibe rückte, zur Bruderreligion erklärt und der Papst höchstpersönlich, wäscht Muslimen (Flüchtlingen) die Füße.

Papst Franziskus beim Gottesdienst im Erstaufnahmelager für Flüchtlinge. (Quelle: reuters)
Historischer Fakt: Die Kreuzzüge seitens des „christlichen Abendlandes“ waren strategisch, religiös und wirtschaftlich motivierte Kriege zwischen 1095/99 und dem 13. Jahrhundert. Im engeren Sinne werden unter den Kreuzzügen nur die in dieser Zeit geführten Orientkreuzzüge verstanden, die sich gegen die muslimischen Staaten im Nahen Osten richteten. 

Somit ist für jeden ersichtlich, dass das Christentum für niemanden mehr ein würdevoller Gegner oder gar Feind sein kann. Wenn man sich jetzt weiterhin thematisch allein mit dieser bereits sterbenden Religion befasst und auf ihr herum trampelt, so ist das weder ein „kriegerischer“ noch männlicher oder gar ernstzunehmender Akt. Die verweichlichte „Pagan-Metal-Heidentum ist kein Faschismus“ Delegation ist aus diesem gesamten Kontext bitte weg zu denken. Hier zieht man nämlich nur noch gegen(….ja wen denn eigentlich?) in den Kampf und nicht selten liest man auch hier von Verbrüderungen mit der Wüstenreligion. Nur wenige Interpreten besinnen sich tatsächlich noch auf alte Überlieferungen und Traditionen und werden dann, entsprechend der politischen Korrektheit getadelt. Es bleibt augenscheinlich nur eine Musikrichtung übrig, welche noch zu Teilen den Mut besitzt, sich nicht nur mit schwachen und längst toten Religionen aufzuhalten.


In den skandinavischen Ländern, also in den Ländern in denen zumindest im Black Metal die Fahne noch hoch gehalten wird und man gediegen auf Politkorrektheit verzichten kann, ist das Thema Anti-Islam bereits angekommen und wird von einigen Bands wohlwollend vertreten. Hier spielt es auch keine Rolle, ob besagte Bands eindeutig einer gewissen politischen Richtung zuzuordnen sind oder ob es sich um „gewöhnlichen“ Black Metal handelt.

Dies könnte auch damit zusammen hängen, dass besonders in Schweden und Norwegen Islamisten eine gewisse Vormachtsstellung genießen, was die dortige Poltik natürlich unter keinen Umständen eingestehen würde. Der neue Feind ist somit schnell ausfindig gemacht und wenn man ehrlich ist, ist er ohnehin nicht vom Christentum zu unterscheiden, nur das sich letzteres seit geraumer Zeit auf der Ersatzbank befindet. In Sachen Primitivität und Stumpfheit sind beide Religionen völlig identisch.

Aber zurück zu den heimischen Gebieten! Es ist ja nicht so, als hätten wir hierzulande nicht auch massive Probleme mit dieser (neben dem Christen- und Judentum) völlig artfremden „Kultur“. Beinahe tägliche Übergriffe, gesellschaftliche Unterwanderung und Vereinnahmung im schützenden Gewand der Reigionsfreiheit, dem allerheiligsten Gut der bundesdeutschen Grundsätze, sogar wichtiger als Meinungsfreiheit (die ohnehin kaum existiert). So möchte man doch meinen, dass die Extremform aller musikalischer Richtungen sich dieser Thematik annimmt und zukünftig verarbeitet? Weit gefehlt!

Bis auf wenige Bands, die mutig genug sind und über Jahre bereits an ihrem Ruf gearbeitet haben, somit relativ problemlos damit umgehen können, wird dieses Themengebiet weitestgehend gemieden. In erster Linie aus „Angst“ vor gesetzlichen Repressalien und direkt gefolgt von der tatsächlichen Angst vor Auftrittsstornierungen, Angriffen seitens der szeneübergeifenden Gesinnungspolizei (Antifa und co.) sowie Anfeindungen von selbsternannten Szenekennern und Ewigstudenten, die gern auf den Namen Sören oder Malte hören, wahlweise auch Sven! Dabei wird der Ruf nach eben jener thematischen Offenheit immer lauter und gehört wohl für die Meisten einfach zum Black Metal dazu!

Eine der wenigen Bands in Deutschland die bereit ist neue Wege zu gehen, „Leichenzug“!


Um eines gleich vorne weg zu nehmen, Minderheiten (wie sie gerne genannt werden) sind diese Personen- und Religionsgemeinschaften längst nicht mehr, weder in Europa noch weltweit betrachet! Zudem sind die Anhänger (mal abgesehen von den Aleviten) nicht darauf aus, andere Religionen zu akzeptieren, gebietsbezogene Kultur zu erlernen und zu respektieren, sondern ihr Ziel ist die Vorherrschaft des Islam und das möglichst global! Das können sie ja auch gern versuchen und aktuell scheint ihr Vorhaben fast deckungsgleich mit der Idee der europäischen Regierungen zu sein. Natürlich kann man jetzt nach wie vor die Augen verschließen und glauben der böse Papst wäre die Wurzel allen Übels,  immerwährend auf ihm herumreiten (wörtlich und im übertragenen Sinne) oder man nutzt Black Metal als das, wofür diese Musik einst geschaffen wurde! Kritik, Kontroversität und Ablehnung jeglicher nicht naturbezogener Religionen, die zu allem Überfluss nicht das entfernteste mit europäischer Kutlur gemein haben.

Black Metal war einst mutig, verhasst und für die meisten wohl auch unverständlich. Seit einigen Jahren jedoch scheint sich das gänzlich in eine andere Richtung zu entwickeln. Plötzlich wird er zum Sinnbild für Toleranz, Geschlechtervielfalt, Homosexualität und zum Werkzeug der politisch linken Gesinnungsdoktrin. Kann man sicherlich machen, aber dann ist es eben kein Black Metal mehr, sondern nur noch eine musikalische Kopie mit völlig verzerrtem Weltbild – wie man diese dann bezeichnen will, bleibt jedem selbst überlassen.


Was ist also zu tun? Das ist relativ einfach, sicher mit einigen Hürden aber definitiv kein gänzlich unmachbares Vorhaben. In erster Linie braucht es mutige Bands, Musiker und Labels die bereit sind den Anfeindungen und Androhungen zu trotzen, sich ihnen entgegen zu stellen und wenn nötig im kleinen und uneinsehbaren Rahmen zu agieren. Es gibt bereits Pioniere, Vorreiter und Künstler in heimischen Regionen. Besonders hervorheben muss man aber wohl Jene, die in islamischen Ländern beheimatet sind zum Beispiel im Iran oder Irak, denn dort wird jegliche Verunglimpfung der Staatsreligion auch gern mal mit dem Tode bestraft. Wenn es also Musiker unter solchen Bedingungen schaffen und im Stande sind Kritik zu üben, sollte das in Deutschland wohl ebenso machbar sein. Das Schlimmste was einem hier drohen kann ist wohl die gesellschaftliche Ächtung und das Klopfen des Staatsschutes an der Tür, zu morgendlicher Stunde (was aber auch wegen weitaus weniger schon der Fall sein kann).

Das irakische Projekt „Janaza“ (angehörig der  „Arabic Anti-Islamic Legion“), welche sich fast ausschließlich mit antiislamischen Inhalten auseinandersetzt.

Überschreiten wir also die Grenze und passen uns den Bedingungen der Zeit an, üben Kritik und bringen Achmed und seinen Freundeskreis mal ordentlich in Wallung! Wenn es Interpreten schaffen, die unter Gefahr für Leib und Leben musizieren, kann sich der wehrhafte deutsche und deutschsprachige Black Metal ruhig eine große Scheibe davon abschneiden und gleich ziehen.