B.M.G – Treffen im April

Beinahe in regelmäßigen Abständen finden sich unsere Brüder im beschaulichen „Grünen Herz Deutschlands“ (Thüringen) ein. Die Anlässe sind dabei jedes mal unterschiedlich. In den meisten Fällen sind es regionale Konzerte, gelegentlich Geburtstage oder einfach um ein Wochenende gemeinsam zu gestalten. Dieses Wochenende zog es uns erneut zusammen, anlässlich eines Geburtstages der in Frankenberg (Sachsen) mit einem Auftritt kombiniert zelebriert werden sollte. (Hier zum Bericht)

Die Anreise fand bereits am Freitagnachmittag statt um die kommenden Tage in aller Ruhe starten zu können. So bestand besagter Freitag aus einigen Einkäufen die die Versorgung des Wochenendes gewährleisteten und am frühen Abend ein gemütliches Beisammensein, mit dem ein oder anderen Getränk.

Der Sonnabend darauf startete in den Morgenstunden um sich spätestens gegen Mittag auf den Weg in Richtung Sachsen machen zu können. Auf der Fahrt nach Frankenberg beschloss man unterwegs in dem ein oder anderen Ort Halt zu machen um sich die Gegend genauer anschauen zu können oder um einfach gut bürgerliche Küche genießen zu können. Einen Zwischenhalt nutzten wir um unseren neuen Anwärter Eiríkr in den Reihen von B.M.G offiziell begrüßen zu können, mit der bei uns üblich traditionellen Kuttenübergabe.

Die Landschaft nutzte man, um ein paar Bilder zu schießen und um wenige Minuten die Stille und Erholung auf uns wirken zu lassen. Anschließend begaben wir uns zurück in die Fahrzeuge um die Weiterfahrt nach Sachsen aufzunehmen.

In Frankenberg angekommen, suchten wir gezielt den Austragungsort des anstehenden Wiegenfestes und wurden recht schnell fündig. Freundlicher und fast schon familiärer Empfang, vermittelte uns von Beginn an ein gutes Gefühl, welches sich im späteren Verlauf auch bestätigen sollte.

An diesem Abend spielten „Syndrom Einsamkeit“ erstmalig live und machten diesen Geburtstag zu einem besonderen Erlebnis. Einen ausführlichen Bericht darüber findet ihr HIER .

Spät in der Nacht ging es dann zufrieden aber erschöpft zurück in Richtung Heimat. Der Sonntag begann jedoch nichtsdestotrotz relativ zeitig und bereits am frühen Nachmittag machte man sich geschlossen auf, um die Mühlburg, einer der „Drei Gleichen“ zu besichtigen.

Die „Drei Gleichen“ wurden zwischen dem Achten und Elften Jahrhundert erbaut und bestehen aus der Mühlburg, der Burg Gleichen und der Wachsenburg. Sowohl die äußerliche Ungleichheit, als auch die Besitzer, die zu jedem Zeitpunkt unterschiedlich waren verraten nicht die Namensgebung. Der Sage nach entstand der Begriff „Drei Gleichen“ nach dem Einschlag eines Kugelblitzes am 31. Mai 1231, nach dem die Burgen wie drei gleiche Fackeln gebrannt haben sollen. Dieses Ereignis ist die Grundlage für den „Dreinschlag“, ein Feuerwerksspektakel, das in den Jahren 2002, 2003, 2011, 2014 und 2017 durchgeführt wurde. Lediglich die Wachsenburg wird dieser Tage noch genutzt, als Hotel und Restaurant. Die Mühlburg und Burg Gleichen sind leider nur noch begehbare Ruinen, welche jedoch trotz allem einen Besuch wert sind.

Anschließend besuchte man noch gemeinsam die Stadt Erfurt, da einige unserer Brüder diese bisher nur aus Berichten und Erzählungen kannten. Hier wurden natürlich die zwei berühmtesten Bauwerke der Landeshauptstadt gezielt besucht. Zum Ersten die längste, mit Häusern bebaute Brücke Europas, die Krämerbrücke und im Anschluss den Erfurter Dom. Letzterer ist, egal wie man zum Christentum steht, ein monumentales und beachtliches Bauwerk und nicht umsonst das Wahrzeichen der Stadt Erfurt. Die Krämerbrücke, welche in den Jahrhunderten mehrfach den verheerenden Flammen zum Opfer fiel, wurde glücklicherweise immer erneut aufgebaut und entsprechend verstärkt, bis sie zu dem Wahrzeichen wurde, welches sie heute ist.

Der Erfurter Dom (früher auch Marienkirche oder Propsteikirche „Beatae Mariae Virginis“ genannt) ist der wichtigste und älteste Kirchenbau in Erfurt. Er ist 81,26 m hoch und besitzt mit der „Gloriosa“ die größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt. Der Dom diente nur kurze Zeit in der Mitte des Achten Jahrhunderts als Bischofssitz und war das gesamte Mittelalter über bis in das frühe 19. Jahrhundert hinein Sitz des „Kollegiatstifts St. Marien“.

Nach diesem Rundgang trat man den Rückweg an und ging durch die verwinkelten Gassen der Erfurter Altstadt. Die zu meisten Teilen renovierten und sanierten Fachwerkbauten hinterlassen einen bleibenden Eindruck und machen Erfurt wohl auch deswegen zu einem beliebten Ausflugsziel.

Den Abend ließ man dann in geselliger Runde mit erheiternden Gesprächen, Fleisch vom Grill und ein paar erfrischenden Getränken ausklingen. Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen und wehmütig traten alle den Heimweg an, hoffend und mit Vorfreude auf eine baldige Wiederholung!