Stahlfront – „Religion des Blutes“ – Rezension

Lang wurde sie erwartet, die neue Vollscheibe der sächsischen Formation Stahlfront! Nun endlich im Dezember war es soweit, „Religion des Blutes“, welche über Hammerbund und Neuschwabenland Propaganda veröffentlicht wurde, war nun für den allgemeinen Vertrieb vorhanden. Wir hatten das Glück schon vorab eine Einsicht in das aktuelle Werk zu bekommen, waren sogar hörende Gäste im Schaffungszeitraum und werden euch nun verraten ob sich eine Anschaffung lohnt.


Den optischen Aspekt konnten wir natürlich auch erst nach der Veröffentlichung erfassen und entsprechend in unsere Rezension einfließen lassen, aus diesem Grund warteten wir auch mit einer übereilten Herausgabe. Schick verpackt im praktischen Jewelcase haben wir sie vor uns liegen, auffällig ist diesmal sofort, dass hier ein Künstler am Werk war, der bei diesem Machwerk den Bleistift schwang und tatsächlich ein kleines Meisterwerk schuf. Vierzehn (14) Seiten beinhaltet das Beiheft, jeweils eine Seite mit einer textlichen Botschaft und auf der gegenüberliegenden eben erwähnte Zeichnungen.

Texte zu den einzelnen Stücken sind keine abgedruckt, allerdings schafft das dem Verständnis wohl keinerlei Abbruch, aber dazu kommen wir dann im nächsten Abschnitt.  Auf der Rückseite des Silberlings sind wie üblich, alle Titel in der entsprechenden Reihenfolge zu finden. Insgesamt werden uns diesmal zehn Titel geboten, mit einer Gesamtspiellänge von 42 Minuten und 18 Sekunden.


Wir möchten natürlich nicht jeden Titel einzeln analysieren oder gar vorwegnehmen, der Hörer soll sich ein eigenes Bild über die entsprechenden Inhalte und musikalischen Gestaltungen machen können.

Jedoch gibt es darüber hinaus einiges zu berichten. Mit der oben erwähnten Spielzeit liegen sie fast gleich auf zur letzten Vollscheibe „Wiederkehr der Ahnen“ aus dem Jahr 2013. Man merkt allerdings schnell, wie die Zeit davon rast und man am Ende der 42 Minuten angekommen ist. Hier wird sich der ein oder andere Hörer sicher wünschen, es wären zwei oder drei Titel mehr geworden.

Im Prinzip wird einem noch ein Titel „genommen“ der als Einstieg dient. Natürlich macht auch das Intro seine Arbeit hervorragend und lässt den Zuhörer schon in etwa erahnen was als folgendes Lied kommen wird, sofern man sich geschichtlich mit dieser Epoche und speziell diesem Geschehen auseinandergesetzt hat. Inhaltlich ist wie von Stahlfront mittlerweile gewohnt und fast schon erwartet ein gewisser Tiefgang geboten, „Stumpf ist Trumpf“ kann man hier beim besten Willen nicht behaupten. Wahre Ereignisse, entsprechend interpretiert und mit der dazugehörigen Musik zu einem Geschichtsunterricht im Gewand des Schwarzmetalls gehüllt.

Es geht selbstverständlich nicht auf dem gesamten Album ausschließlich um geschichtliche Ereignisse, sondern auch um das was aus der Sicht Stahlfronts kommen wird und kommen muss. Hinzu wird die Besinnung auf die eigene Herkunft und die Pflichten, die damit einhergehen in Kombination mit der Mahnung zur Opferbereitschaft lyrisch verarbeitet. Ein Stück, dass insbesondere eine der größten Bedrohungen des Abendlandes aufzeigt, ist auf „Religion des Blutes“ zu finden. Gemeint ist der Islam, der in allen erdenklichen Facetten sein „Fett“ weg bekommt und Mustafa wohl ordentlich in Wallung bringen würde.

Ein Ohrwurm und zwar einer der Kategorie, die einen ständig dazu animiert das Lied wiederholt abzuspielen darf natürlich nicht fehlen. „Dressed in Black Uniforms“, vielen bereits ein Begriff. Unter Anderem „Von Thronstahl“ und „Blood Axis“ haben diesen Titel bereits als NeoFolk in verschiedensten Versionen wiedergegeben, nun folgt als krönende Zugabe, eben erwähnter Ohrwurm als Schwarzmetall-Version von Stahlfront.


Musikalisch hat sich die sächsische Truppe diesmal selbst übertroffen, so wird vermehrt im mittleren, treibenden Tempo gespielt und die aggressiven sowie hervorzuhebenden Stellen mit martialischem Geknüppel unterstrichen. Äußerst mitreißende Klangelemente untermauern einmal mehr das instrumentalische Können der Herren! Stellen, die einen geistigen Tiefgang hervorrufen und vermitteln sollen werden hier hervorragend zum Besten gegeben, selten haben wir eine derart gute Mischung aus Inhalt und Musik geboten bekommen. Der Hörer wird in einen Schaffungs- und Denkprozess hineingezogen und kann sich mit etwas identifizieren, dass wohl in jedem von uns inne wohnt. Eine wirklich vergleichbare Kapelle in diesem Segment scheint es nicht zu geben außer man nimmt die vorherigen Werke der selben Formation. Wir haben schon so einiges, was sich als NSBM klassifiziert zu hören bekommen, Stahlfront setzt mit diesem Werk einen neuen Maßstab, vor allem inhaltlich.


Unser Fazit dürfte eigentlich bereits im vorangegangenen Text offensichtlich geworden sein. Wer ehrlichen, hoffnungsvollen und darüber hinaus ein musikalisch und inhaltliches Meisterwerk stumpfen Parolen vorzuziehen weiß, der ist mit „Religion des Blutes“ bestens bedient. Wir können hier nur eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Genau der Jahresabschluss, den man seitens Stahlfront erhofft hatte und geliefert bekam!

Erhältlich ist das gute Stück beim Hammerbund, bei der Kapelle selbst und beim Methorn Mailorder.